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September 5, 2026

5–20 € pro m²: Algen von der Fassade schonend entfernen

5–20 € pro m²: Algen von der Fassade schonend, ökologisch entfernen

Green Algae Staining Your Render? How to Get It Clean (And Keep It ...

Am schonendsten entfernen Sie Algenbefall mit einem Soft-Wash-Verfahren: einen biologisch abbaubaren Reiniger einwirken lassen und die Fläche anschließend sanft mit Niederdruck oder einer Teleskopbürste abspülen. Hochdruck gehört bei Putz und Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) tabu, da er die Oberfläche aufraut und Feuchte in die Dämmebene drückt. Bei großen Flächen, Gerüstbedarf oder wenn Schmutzwasser aufgefangen werden muss, sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen.


Kurz gesagt:

  • Bei empfindlichen Fassadenarten wie Putz und WDVS ist der Einsatz von Hochdruckreinigern tabu, da sie die Oberfläche aufrauen und Feuchtigkeit in die Dämmung drücken können.

  • Algen wachsen vor allem an schattigen, feuchten Stellen wie Nordseiten und unter Dachüberständen und sind schwer dauerhaft zu entfernen, wenn die Ursachen Schatten und Feuchte bestehen bleiben.

  • Für die Reinigung eignen sich biologische, chlorfreie Soft-Wash-Verfahren mit Niederdruck, während Hochdruck nur bei robusten Flächen wie Klinker oder unbeschichtetem Beton sinnvoll ist.

  • Professionelle Fassadenreinigungen kosten je nach Fläche, Verfahren und Aufwand zwischen 5 und 20 Euro pro Quadratmeter, wobei Gerüst- und Schutzbeschichtungen den Preis deutlich erhöhen können.

  • Nachhaltiger Schutz gegen erneuten Algenbefall erfordert neben schonender Reinigung auch bauliche Maßnahmen, Imprägnierungen und den Einsatz umweltverträglicher Pflege für eine längere Reinigungsintervalle.


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Inhaltsverzeichnis

Warum wachsen Warum Algen an der Fassade wachsen

Grünbelag entsteht dort, wo Feuchte lange steht und Sonne selten hinkommt. Nordseiten, Bereiche unter Dachüberständen und Spritzwasserzonen am Sockel sind fast immer zuerst betroffen.

Feiner Algenbelag an einer schattigen Fassadenecke

Ein Effekt wird oft übersehen: Bei modernen WDVS-Fassaden kühlt die gute Dämmung die Außenoberfläche stärker aus als bei ungedämmten Wänden. Dadurch bildet sich häufiger Tauwasser auf dem Putz, und genau das brauchen Algen zum Wachsen. Die Reinigung entfernt den Belag, die eigentliche Ursache bleibt aber oft bestehen, solange Schatten und Feuchte unverändert wirken.

Nicht jeder grüne oder schwarze Fleck ist gleich zu behandeln:

  • Algen wirken meist grünlich, glatt und leicht schmierig, sie sitzen oberflächlich auf dem Putz.

  • Moos bildet dickere, gepolsterte Kissen und dringt tiefer in raue Oberflächen ein.

  • Schimmel zeigt sich eher schwärzlich, fleckig und punktuell, oft in Raumnähe zu Wärmebrücken.

Wer die Unterschiede kennt, wählt das passende Verfahren und vermeidet unnötige Fassadenschäden.

Materialgerechte Reinigungsverfahren: Was wirkt und was schadet

Nicht jede Fassade verträgt dieselbe Behandlung. Ein Klinkerbau hält deutlich mehr aus als eine gedämmte Putzfassade, und genau diese Unterscheidung entscheidet über das richtige Verfahren.

  1. Weiches Abwaschen als Basis. Eine Teleskopbürste mit weichen Borsten, kombiniert mit klarem Wasser oder einem milden Reiniger, entfernt lockeren Grünbelag oft schon ohne Chemie. Für kleinere Flächen reicht das häufig aus.

  2. Soft-Wash bei Putz und WDVS. Ein chlorfreier, biologisch abbaubarer Reiniger wirkt einige Minuten ein und wird danach mit Niederdruck und Flächenstrahl statt Rotordüse abgespült. Diese Methode gilt für Wärmedämmverbundsysteme als Standard, weil sie keinen Druck in die Dämmebene treibt.

  3. Heißwasser oder Hochdruck nur bei robusten Untergründen. Klinker oder unbeschichteter Beton verträgt Temperaturen zwischen 60 und 80 Grad sowie moderaten Druck. Auf Putz und WDVS führt derselbe Druck schnell zu Schäden, mechanisch aufgeraute Flächen bieten neuem Grünbelag danach sogar bessere Angriffsfläche.

  4. Spezialverfahren für empfindliche Flächen. Trockeneis- oder Partikelstrahlverfahren kommen bei Natursteinfassaden und denkmalgeschützten Bauten zum Einsatz, wenn Wasser oder Chemie unerwünscht sind. Diese Verfahren verlangen Erfahrung und werden fast ausschließlich von Fachbetrieben angeboten.

Bevor Sie großflächig arbeiten, testen Sie jede Methode auf einer Probefläche, idealerweise an einer unauffälligen Stelle. So sehen Sie, ob der Putz die Behandlung verträgt und ob der Reiniger den Belag tatsächlich löst.

Profi-Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf eines Reinigers das Sicherheitsdatenblatt auf den pH-Wert. Werte über 12 gelten als stark alkalisch und können empfindliche Putzoberflächen ausbleichen, selbst wenn der Reiniger als „biologisch abbaubar“ beworben wird.

DIY oder Fachbetrieb: Wann sich die Beauftragung lohnt

Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Fläche, Höhe und Fassadenmaterial. Ein einstöckiges Einfamilienhaus mit erreichbarer Fläche lässt sich mit Teleskopbürste und Gartenschlauch oft selbst pflegen. Bei mehrstöckigen Gebäuden, WDVS oder wenn Reinigungswasser aufgefangen werden muss, wird es schnell komplizierter, als es zunächst scheint.

Die marktüblichen Kosten für professionelle Fassadenreinigung liegen grob zwischen 5 und 20 Euro pro Quadratmeter. Aufwendigere Verfahren, Gerüst oder Hubsteiger sowie eine anschließende Schutzbeschichtung heben den Preis in den oberen Bereich dieser Spanne.

KostenfaktorAuswirkung auf den Preis
Fassadenflächegrößere Flächen senken den Preis pro Quadratmeter
Zugang (Gerüst/Hubsteiger)Deutlicher Zuschlag, oft der größte Einzelposten
ReinigungsverfahrenSoft-Wash meist günstiger als Trockeneis oder Partikelstrahl
SchutzbeschichtungZusatzkosten, verlängert dafür die Wirkungsdauer
SchmutzwasseraufbereitungPflicht bei bestimmten Standorten, erhöht den Aufwand

Fragen Sie einen Anbieter vor der Beauftragung gezielt: Wie viel Erfahrung besteht mit Ihrem Fassadenmaterial? Wird eine Probefläche durchgeführt? Wie wird Schmutzwasser aufgefangen und entsorgt? Und wie lange soll die angebotene Schutzbeschichtung wirken? Wer diese vier Punkte klärt, vermeidet böse Überraschungen bei der Abrechnung.

Vorbeugung und Langzeitschutz gegen neuen Algenbefall

Eine Reinigung ohne Nachsorge ist Halbwertsarbeit. Ohne Schutzbeschichtung kehrt Grünbelag oft innerhalb kurzer Zeit zurück, häufig nach etwa einem Jahr, vor allem an schattigen Nordseiten.

Wirksame Maßnahmen lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Bauliche Anpassungen: Bewuchs und Äste in Fassadennähe zurückschneiden, Dachrinnen regelmäßig prüfen, Tropfkanten instand halten, damit Wasser nicht an der Wand entlangläuft.

  • Imprägnierung und Filmschutz: Hydrophobe Beschichtungen lassen Wasser abperlen statt einziehen und verlängern das Intervall bis zur nächsten Reinigung deutlich, bieten aber keinen dauerhaften Schutz ohne Wartung.

  • Umweltverträgliche Pflege: Chlorfreie Reiniger und eine geregelte Ableitung des Schmutzwassers verhindern, dass belastetes Wasser ungefiltert ins Erdreich oder in die Kanalisation gelangt.

Realistisch betrachtet bleibt eine Nordseite ohne Sonneneinstrahlung nie dauerhaft algenfrei, selbst mit Schutzbeschichtung. Das Ziel ist, die Intervalle zwischen den Reinigungen zu verlängern, nicht das Problem vollständig zu beseitigen.

So läuft eine professionelle Fassadenreinigung bei Glanz Dienstleistungen ab

Ein strukturierter Ablauf schützt sowohl Fassade als auch Umwelt. Nach einer Besichtigung folgt eine Probefläche, um Material und Reiniger aufeinander abzustimmen. Erst danach kommt das eigentliche Auffangsystem zum Einsatz, gefolgt von der schonenden Reinigung und optional einer Schutzbeschichtung.

Ein Fachbetrieb, der Wert auf Nachhaltigkeit legt, arbeitet mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln, bereitet anfallendes Schmutzwasser auf und wählt das Verfahren nach Fassadenmaterial statt nach Standardlösung.

Ein Fachbetrieb mit Erfahrung in der Fassadenreinigung ist oft die sicherere Wahl gegenüber der Eigenregie. Für Eigentümer und Verwalter mit größeren Flächen, WDVS-Fassaden oder Bedarf an geregelter Wasseraufbereitung ist ein Fachbetrieb mit diesem Erfahrungshintergrund oft die sicherere Wahl gegenüber der Eigenregie.

Welche Algentypen zeigen sich an der Fassade?

Nicht jeder grüne Belag ist die gleiche Art von Alge, und die Unterscheidung hat praktische Folgen für die Reinigung. Grünalgen der Gattung Pleurococcus zeigen sich als feiner, samtiger, hellgrüner Film, meist an dauerfeuchten, schattigen Stellen. Sie lassen sich mit Soft-Wash-Verfahren relativ leicht entfernen, weil sie nur oberflächlich haften.

Schwarzalgen und Cyanobakterien treten dagegen als dunkle, fast schwarze Streifen auf, häufig unterhalb von Fensterbänken oder Dachkanten, wo Wasser abläuft. Diese Beläge sitzen fester und benötigen meist eine längere Einwirkzeit des Reinigers oder eine zweite Behandlung.

Ein drittes Muster sind punktuelle, netzartige Flecken, die eher auf beginnenden Mikroorganismenbewuchs als auf klassische Algen hinweisen und häufig mit Moos vergesellschaftet auftreten. Hier lohnt sich vor der Wahl des Reinigungsverfahrens ein genauer Blick, denn eine reine Algenbehandlung wirkt gegen Moos kaum.

Für Laien ist die exakte Artbestimmung selten notwendig. Entscheidend ist die Beobachtung: Feiner, gleichmäßiger Film deutet auf einfache Grünalgen hin und lässt sich meist mit milden Mitteln lösen. Dunkle, hartnäckige Streifen an Wasserabläufen brauchen dagegen oft ein stärkeres, aber trotzdem chlorfreies Mittel und mehr Einwirkzeit.

Vergleich typischer Algenbeläge an Fassaden

Braucht Fassadenreinigung eine Genehmigung?

Für die reine Reinigung der eigenen Fassade ist in der Regel keine behördliche Genehmigung erforderlich, solange keine bauliche Veränderung erfolgt und kein Gerüst öffentlichen Grund beansprucht. Sobald ein Gerüst auf Gehweg oder Straße steht, ist meist eine Sondernutzungserlaubnis der zuständigen Kommune nötig, die Fristen dafür variieren örtlich und sollten frühzeitig eingeholt werden.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden gilt eine andere Regel: Hier ist die Reinigungsmethode selbst oft genehmigungspflichtig, weil aggressive Verfahren die historische Oberfläche dauerhaft verändern können. Die Empfehlungen zur sachgerechten Fassadenreinigung raten deshalb ausdrücklich zu Probeflächen und materialangepassten Verfahren vor jeder größeren Maßnahme, gerade wenn die untere Denkmalschutzbehörde einbezogen werden muss.

Beim Umgang mit Schmutzwasser gilt bundesweit das Wasserhaushaltsgesetz: Verschmutztes Reinigungswasser darf nicht einfach in Gullys oder Regenwasserkanäle abgeleitet werden, wenn es Reinigungsmittelrückstände enthält. Fachbetriebe fangen dieses Wasser auf und führen es einer geordneten Entsorgung zu. Wer selbst reinigt, sollte klären, ob das eigene Grundstück eine Versickerung erlaubt oder ob eine Ableitung in die Kanalisation angemeldet werden muss. Im Zweifel gibt das zuständige Umweltamt der Gemeinde Auskunft zu den konkreten örtlichen Vorgaben.

Auffangen von verschmutztem Reinigungswasser

Welche Schäden richtet Algenbefall an der Fassade an?

Algen selbst greifen den Putz chemisch kaum an, das eigentliche Problem ist die Feuchte, die sie begleitet. Ein dauerhaft feuchter Untergrund quillt, verliert Bindekraft und wird anfälliger für Frostschäden im Winter, wenn eingedrungenes Wasser gefriert und sich ausdehnt.

Bei WDVS-Fassaden kommt ein zweiter Effekt hinzu: Dringt Feuchte durch feine Risse in die Dämmschicht ein, sinkt deren Dämmwirkung messbar, und im schlimmsten Fall entsteht Schimmel auf der Innenseite der Wand. Genau deshalb sollte lang anhaltender, dichter Grünbewuchs nicht nur kosmetisch, sondern auch bauphysikalisch ernst genommen werden.

Nach der Reinigung zeigen sich manchmal Schäden, die vorher unter dem Belag verborgen waren: feine Risse, abblätternde Farbe oder poröse Stellen im Putz. Kleine Risse lassen sich mit einer elastischen Fassadendichtmasse verschließen, größere Putzschäden erfordern eine Ausbesserung durch einen Malerbetrieb, bevor eine Schutzbeschichtung überhaupt Sinn ergibt. Wer eine Beschichtung auf beschädigten Untergrund aufträgt, verschwendet Geld, denn die Schutzwirkung hält dort kaum an.

Feine Risse und poröser Fassadenputz

Meine Einschätzung zur nachhaltigen Fassadenreinigung

Die gängige Empfehlung „Hochdruckreiniger kaufen und einmal im Jahr durchziehen“ ist aus meiner Sicht der größte Fehler, den Eigentümer bei diesem Thema machen. Sie behandelt ein bauphysikalisches Problem wie ein rein optisches, und genau das rächt sich nach zwei oder drei Jahren in Form von aufgerauten, anfälligeren Oberflächen.

Was die Recherche für diesen Artikel eigentlich zeigt: Die Wahl des Reinigungsverfahrens ist zweitrangig gegenüber der Frage, warum die Fassade überhaupt Algen bekommt. Wer eine dauerhaft schattige Nordseite hat, wird mit jeder Methode wiederkehrenden Befall sehen, wenn keine Schutzbeschichtung folgt. Das ist keine Frage der richtigen Chemie, sondern der richtigen Reihenfolge: erst Ursache verstehen, dann schonend reinigen, dann schützen.

Für Privateigentümer heißt das konkret: Investieren Sie lieber in eine gute Nachbehandlung als in ein teures Reinigungsgerät. Der Unterschied zwischen einer Fassade, die zwei Jahre sauber bleibt, und einer, die nach sechs Monaten wieder grün wird, liegt fast nie am Reinigungsverfahren selbst.

— Dennis Weis

Fassadenreinigung als Auftrag statt Wochenendprojekt

Wer nach der Lektüre merkt, dass Gerüst, Auffangsystem oder eine Fassade mit mehreren Stockwerken ins Spiel kommen, steht vor einem Projekt, das eigene Kapazitäten schnell übersteigt. Ein Fachbetrieb übernimmt in der Regel den Bereich von der Probefläche über die materialgerechte Reinigung bis zur Schutzbeschichtung, alles aus einer Hand und ohne dass Sie selbst Geräte anschaffen oder Schmutzwasser entsorgen müssen.

Glanz Dienstleistungen

Das Leistungsspektrum reicht über die reine Fassadenreinigung hinaus. Wer ohnehin eine professionelle Glasreinigung oder eine Solar- und Photovoltaikanlagenreinigung plant, kann diese Arbeiten mit der Fassadenpflege koppeln und spart sich einen zweiten Termin mit Gerüst oder Hubsteiger. Auch Verwalter größerer Objekte finden im Angebot Anschluss an regelmäßige Unterhaltsreinigung.

Fordern Sie über die Leistungsübersicht von Glanz Dienstleistungen ein unverbindliches Angebot für Ihre Fassade an. Eine kurze Besichtigung vor Ort klärt Material, Umfang und ob eine Schutzbeschichtung sinnvoll ist, bevor überhaupt ein Preis genannt wird.

Quellen

Empfehlungen

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